Sachs is watching you

Nun ist’s zu, aber es tut sich was hinter den mit Papier verkleideten Glastüren und die Ankündigung lässt auf eine baldige Wiedereröffnung hoffen schließen.

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Zum ersten Mal war ich im Sachs wohl im Sommer 1989. Ich war alleine in der Bochumer Nacht unterwegs und hatte im Logo zufällig Freunde aus Herten getroffen. Gemeinsam ging es dann im grellen Sonnenlicht zum Frühstschoppen. Damals war das Sachs ein Szeneladen und sonntagsmorgens gab es keine Croissants sondern weiterhin Bier in rauen Mengen und vermutlich anderes Zeugs. Seit dem Studium in Bochum traf ich mich mit neuen Freunden dann auch mal am Nachmittag im Sachs und ich trank zum ersten Mal Milchkaffee aus einer Schale. Seither verfluche ich übrigens Kondensmilch und trinke meinen Kaffee nur noch mit sehr viel frischer Milch. Irgendwann so Ende der 1990er Jahre, und hier möge man mich korrigieren, wurde umgebaut und vergrößert. Alles wurde schicker, der endlos lange Tresen wurde eingebaut, der Stahl wurde verbannt und mittwochs und freitags wurde ab den Abendstunden die Musik aufgedreht – die Tanzerei kam erst später. Irgendwann zog ich weg, nach Köln, und hörte von Freunden, dass sie sich am Wochenende nun immer zum Kartenspielen oder ähnlichen Aktivitäten trafen. “Ins Sachs geht man nicht mehr”, war die einhellige Meinung. Mit meiner Rückkehr nach Bochum gab es hin und wieder noch mal einen Milchkaffee und ein leckeres “Latin Lover”-Sandwich, aber als fester Bestandteil des Lebens hatte sich das Sachs spätestens im Herbst 2004 verabschiedet.

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