Nur zur Info

Nach dem Lagerkoller …

Irritierendes und Tanzbares von DJ Koze im Hotel Shanghai.

Hotel Shanghai

Glückwunsch.

Und dann laufen wir um zwei Uhr nachts mit einer gespülten Salatschüssel durch Ehrenfeld.

Entwaffnende Offenheit.

Schlaflos in Ehrenfeld

Es ging los mit dem Rohrbruch, dass mächtig was los war auf der Straße. Zwei Tage später wurde ich nachts von lauten Motorengeräuschen erst geweckt, dann bauten sich diese in den leichten Schlaf ein um sich dann als Löschzugkompanie direkt vor meinem Schlafzimmerfenster zu entpuppen, da es wohl im Altenheim gegenüber brannte (wird man hier nicht mal evakuiert?). Am Donnerstag dann war es der Cola-Rausch nach einem vorzüglichen Dinner im Livingroom und gestern war es einfach das Leben an sich, dass mich um den Schlaf brachte.

Zu klein, zu eng, zu blöd: Kein Rave in Bochum

Was EinsLive da heute Nachmittag meldete und soeben von der Stadt bestätigt wurde, habbich doch schon im letzten Jahr gesagt. 2008, als wir uns wegen des Chaos im Jahr zuvor in Essen nicht nach Dortmund trauten und lieber vor der Glotze tanzten. Jetzt ist die Party endgültig am Ende. Und Bochum lässt sich viele schöne Millionen Euro entgehen und ich kann nicht, wie geplant, endlich zu Fuß zur Parade laufen – nach dem Motto: Jedem Ruhrstädter seine Parade in seiner Stadt.

Und Mr. Propper Schaller sacht: „Die Metropole Ruhr hat der Loveparade zu einer ungeahnten Größe verholfen. Der Preis des Erfolgs ist jetzt, dass wir vor einer enorm großen Herausforderung für die kommenden Jahre stehen. Wir werden jetzt die Zeit nutzen und die kommenden Städte eingehend prüfen, um bei Ruhr 2010 wieder dabei zu sein.“ Und Bochum drückt sich: „… umfangreiche Gleisbauarbeiten der Deutschen Bahn (haben) zur Konsequenz, dass nur ein Teil der erwarteten Besucher tatsächlich zur Veranstaltung gelangen würde“, heißt es.

loveparade_1loveparade_2loveparade_3

the putzekatze

Der Bochumer Produzent centercourt legt mit „the putzekatze“ einen echten Dancefloor-Knaller hin. Dabei handelt das Lied zugleich von der Montonie der elektronischen Musik und im Nachtleben.

Kleines Fazit zum Untergrund-Besuch am Samstag

Die Stimmung ist gut. Richtig abgehen, wie es die Songauswahl eigentlich hergibt, wollen hier aber die Wenigsten. Stattdessen hält man beim Tanzen die Bierflasche, die Handtasche, oder beides in der Hand und schaut, dass auch nach einer Runde auf dem Tanzboden die irgendwie doch gestylte Frisur noch sitzt.

Sonntagsbaustelle

Wenn am Sonntagnachmittag im ganzen Viertel das Wasser abgestellt wird, Männer mit lustigen Geräten angekarrt werden und mit Beginn der Dunkelheit direkt gegenüber meinem Haus ein tiefes Loch gegraben wird, muss ich dann doch zur Tankstelle. Nach Auskunft der Herren am Bagger soll das Wasser nicht vor morgen wieder fließen. So wird die kleine Reinfeierei beim Bruder später dann doch zum Badespaß genutzt.

Heute Abend will ich …

IN DEN UNTERGRUND.

Sachs is watching you

Nun ist’s zu, aber es tut sich was hinter den mit Papier verkleideten Glastüren und die Ankündigung lässt auf eine baldige Wiedereröffnung hoffen schließen.

sachs1

Zum ersten Mal war ich im Sachs wohl im Sommer 1989. Ich war alleine in der Bochumer Nacht unterwegs und hatte im Logo zufällig Freunde aus Herten getroffen. Gemeinsam ging es dann im grellen Sonnenlicht zum Frühstschoppen. Damals war das Sachs ein Szeneladen und sonntagsmorgens gab es keine Croissants sondern weiterhin Bier in rauen Mengen und vermutlich anderes Zeugs. Seit dem Studium in Bochum traf ich mich mit neuen Freunden dann auch mal am Nachmittag im Sachs und ich trank zum ersten Mal Milchkaffee aus einer Schale. Seither verfluche ich übrigens Kondensmilch und trinke meinen Kaffee nur noch mit sehr viel frischer Milch. Irgendwann so Ende der 1990er Jahre, und hier möge man mich korrigieren, wurde umgebaut und vergrößert. Alles wurde schicker, der endlos lange Tresen wurde eingebaut, der Stahl wurde verbannt und mittwochs und freitags wurde ab den Abendstunden die Musik aufgedreht – die Tanzerei kam erst später. Irgendwann zog ich weg, nach Köln, und hörte von Freunden, dass sie sich am Wochenende nun immer zum Kartenspielen oder ähnlichen Aktivitäten trafen. „Ins Sachs geht man nicht mehr“, war die einhellige Meinung. Mit meiner Rückkehr nach Bochum gab es hin und wieder noch mal einen Milchkaffee und ein leckeres „Latin Lover“-Sandwich, aber als fester Bestandteil des Lebens hatte sich das Sachs spätestens im Herbst 2004 verabschiedet.

Punkrock in Ehrenfeld

Neben Gefrierbrand im Gesicht gibt’s zur Rekordkälte und den in Ehrenfeld nicht geräumten Straßen nun immer mehr viele kleine Autos in ganz Bochum und vermutlich auch anderswo, die sich eine exklusive Anarcho-Frisur leisten.punkrock